SANIERUNG DER ULMER GARNSIEDE

Die letzte historische Garnsiede Südwestdeutschlands in Ulm

vorher: Baufälliges Haus im Fischerviertel

Planung: denkmalorientierter Umbau zum Wohnhaus

historisch: Hausgrundriss, Dachgauben, Fensterstöcke, Wandmaterialien und Anstrich, Balken im Innenbereich

Neu: Küchen , Bäder, WCs, Treppenhaus und Wintergarten.

Entdeckung: letzte historische Garnsiede Südwestdeutschlands in Ulm aus dem 15. Jahrhunderts. Dieser Teil des Hauses wird Museum und geht an die Stadt Ulm.

Fertigstellung: Haus ist zweigeteilt: Museum und Wohnhaus mit besonderem Flair und hoher Lebensqualität.

Historische Garnsiede in Ulm - Schwörhausgasse

 

vorher:

ein baufälliges Haus im Fischerviertel steht zum Verkauf

Planung:

STEINLE-Wohnbau kauft das alte Haus im Fischerviertel. Es soll im Sinne des Denkmalschutzes saniert und anschließend vermietet werden. Der Architekt (Schiefes Haus) Gunter Altstetter wird  für das vorhaben engagiert.

Das Haus: Es wird ein Kompromiss zwischen Bewohnbarkeit und der Erhaltung der historischen Gesamtstruktur des Hauses geben. Der städtebauliche Charakter soll erhalten werden. Bäder, WCs, Küchen und Treppenhaus werden modern und neu eingebaut. Das ehemalige Plumsklo über dem linken Blauarm wird zu kleinen Wintergärten mit Ausblick.

Ein Balkon ersetzt die alte Anlegestelle am Blauarm. Der kleine Hausgarten bleibt erhalten und wird neu gestaltet.

Die Fenster: Es werden moderne Fenster hinter die alten Eichen-Fensterstöcke eingesetzt.

Die Balken im Innenraum bleiben sichtbar und werden mit Gips und Holzfarbe versiegelt und verschalt.

Das Dach: die alten gut erhaltenen Biberschwanz-Ziegel werden sorgfältig abgetragen und auf die Dachseite zur Stadtmauer hin eingesetzt. Auf der anderen Seite wird das Dach mit neuen eingedeckt. Die Dachgauben bleiben alle erhalten.

Die Wände werden mit alter Kreuzschlagtechnik verputzt und mit der historischen Originalfarbe altrosa gestrichen.

Keller rechts: Handwerker finden alte Ziegelsteine, die durch das Denkmalamt auf Anfang 15. Jh datiert werden. Dr. Günter Kolb von der Denkmalpflege Tübingen wird informiert. Per Hand wird die letzte historisch erhaltene Garnsiede Südwestdeutschlands innerhalb der Stadtmauern von Ulm ausgegraben. Die Stadt Ulm erwirbt diesenTeil des Hauses und baut es als Denkmal/Museum aus.

Keller links: wird ausgehoben. Einzelne Steinquader werden dafür nummeriert ausgelagert und später wieder im Erdgeschoss als Bodenplatten eingebaut. Der Keller erhält eine 2-schalige wasserdichte Wanne als Hochwasserschutz.

Fertigstellung: Das Haus besteht aus zwei Teilen: rechts ist die historische Garnsiede und links wurde ein Wohnhaus mit besonderem Flair und hoher Lebensqualität geschaffen.

 

Weitere Infos:

 

 

 

 

 

 

 

Rede des Regierungspräsidenten Wickert (PDF)

Pressemitteilung Regierungspräsidium Tübingen (PDF)

Eintragung in das Denkmalbuch (PDF)

Denkmal-Urkunde (PDF)

Auszug aus dem Gutachten (PDF)

Kulturdenkmal Garnsiede (PDF)

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